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Besuch der Ökostation Sorpe

Fortbildung am Sorpesee

Im Rahmen des Fachseminars Biologie des Zentrums für schulpraktische Studien (ZfsL) nahmen die zwei Referendare Frau Schulte und Herr Wengenroth an einer Fortbildung an der Ökostation Sorpe teil. Seit fast 16 Jahren bietet die Ökostation Sorpe ein pädagogisches Programm sowohl für Lehrkräfte als auch für Schülerinnen und Schüler, um das Ökosystem See kennenzulernen. Der naheliegende Sorpesee wird dabei ausgiebig genutzt, denn die Messdaten und Methoden werden keineswegs vorgegeben. Hier heißt es: Schwimmweste anziehen, raus auf den See rudern, eigenhändig Messungen durchführen und anschließend im hauseigenen Labor auswerten!

Der Sorpesee

Die Fortbildung im beschaulichen Langscheid begann mit einer kurzen Einführung in das Ökosystem See und den Besonderheiten des Sorpesees. 1935 vom Ruhrverband eröffnet vergrößerte sich im Laufe der Jahre stetig das Einzugsgebiet um Wald und landwirtschaftliche Flächen. Dadurch änderte sich das Gesicht des Gewässers, da ein erhöhter Zufluss von Düngemitteln nicht ausblieb.
Doch was schlecht für den See ist, ist gut für den Biologen: hier lassen sich eine Vielzahl an Untersuchungen zur Ökologie des Sees, zur Photosynthese und zum ökologischen Fußabdruck des Menschen durchführen.

Der Weg der Erkenntnisgewinnung

Schülerinnen und Schüler können hier den Weg der Erkenntnisgewinnung vom Anfang bis Ende nachverfolgen und erlernen. Dazu werden zu Beginn Hypothesen gebildet, welchen Einfluss die einströmenden Düngemittel auf das sensible Ökosystem See haben. Doch ohne Daten kann man diese Hypothesen schlecht überprüfen, also raus auf den See! Während man am Vorbecken noch von der Wassersperre aus Daten erheben kann, zeigt sich im Hauptbecken, wer mit Paddel und Knotenbinden vertraut ist. Mitten auf dem Sorpesee sammeln sich die kleinen Forschungsboote, um gemeinsam aus Tiefen bis zu 50 m Wasser- und Planktonproben zu bergen. Nachdem die Jungforscher wieder an Land angekommen sind, werden die Proben in Kleingruppen im Labor der Ökostation Sorpe untersucht. Unter Anleitung von Herrn Jens Schelte, Leiter der Ökostation, kommen dabei unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Ob Untersuchungen am Mikroskop zur Bestimmung des Zooplanktons, Analysen der Mikroorganismen durch Filtration des Tiefenwassers oder die Messung der Photosyntheseaktivität des Phytoplanktons mithilfe des Aktiometers, hier ist für jeden etwas dabei!
Die enorme Bandbreite der erhobenen Daten wird anschließend von den Schülerinnen und Schülern ausgewertet und am nächsten Tag präsentiert. In einem Kurzvortrag wie auf einem Fachkongress stellen die Kleingruppen ihre Ergebnisse ihren Mitschüler/innen vor und beurteilen den momentanen Zustand des Sees.
Die Exkursion zur Ökostation Sorpe ist für alle Jahrgangsstufen interessant, die sich biologischen Sachverhalten auf eine praktische Art nähern wollen. Forschung, Lernen und das eigene, ökologische Handeln werden hier vernetzt, um die Auswirkung des Menschen auf die sensiblen Ökosysteme unserer Erde darzustellen.


Für alle Beteiligten war die Exkursion eine lehrreiche Erfahrung und wir freuen uns, mit den ersten Schulklassen erneut an der Ökostation Sorpe einzukehren.
Gymnasium der Stadt Lennestadt · Am Biertappen 45 · 57368 Altenhundem · Tel.: 02723 5339 · sekretariat@gymsl.de