Jugendliche aus Lennestadt und Çaycuma wünschen sich Frieden in der Welt
Schon seit 2022 betreibt das GymSL einen regen Austausch mit ihrem Partnergymnasium in Çaycuma am Schwarzen Meer. So besuchten nun 13 Schülerinnen und Schüler mit ihren 3 Lehrern im Mai das Gymnasium der Stadt Lennestadt. Direkt vom Flughafen ging es zunächst nach Köln zum Rhein, wo besonders der Dom die türkischen Jugendlichen beeindruckte.
Am Montag lernten die Jugendlichen ihre deutschen Partnerinnen und Partner am Gymnasium der Stadt Lennestadt kennen. Bei interaktiven Aufgaben, gemeinsamen Aktivitäten und sportlichen Spielen entstanden schnell erste Kontakte und Freundschaften zwischen den gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Begegnung war die Frage: „Wie sieht die Welt in 100 Jahren aus?“ In deutsch-türkischen Gruppen entwickelten die Jugendlichen hierzu eigene Zukunftsvorstellungen. Dabei wurde deutlich, dass sie davon ausgehen, dass technologische Entwicklungen und künstliche Intelligenz das Leben der Menschen stark verändern werden. Zugleich zeigten die Ergebnisse der Gruppenarbeiten aber auch, was den Schülerinnen und Schülern besonders wichtig ist: Frieden in der Welt, gegenseitige Toleranz und ein respektvolles Zusammenleben.
Auch künstlerisch setzten sich die Jugendlichen mit Zukunftsfragen auseinander. So entstand eine kreative Arbeit zum Thema „Gemeinsam die Welt retten“ rund um Nachhaltigkeit, kulturelle Vielfalt und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Ein weiterer Programmpunkt führte die Gruppe nach Siegen. Dort besuchten die Jugendlichen das Schloss und erkundeten die Stadt. Dabei erhielten die türkischen Gäste Einblicke in regionale Geschichte, Stadtentwicklung und Alltagsleben in Südwestfalen.
Am nächsten Tag stand zunächst eine Werksbesichtigung bei GEDIA auf dem Programm. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler ein regional bedeutendes Industrieunternehmen kennen und erhielten Eindrücke von technischer Produktion, Ausbildungsmöglichkeiten und moderner, nachhaltiger Arbeitswelt. Im Anschluss besuchte die Gruppe den Bauernhof Belke. Dort ging es um regionale Landwirtschaft, Tierhaltung, Lebensmittelproduktion und die Frage, wie nachhaltiges Wirtschaften konkret aussehen kann.
Auch die Städtepartnerschaft zwischen Lennestadt und Çaycuma spielte während der Begegnung eine wichtige Rolle. Am Platz der Begegnung beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Verbindung beider Städte. Bei einem Gespräch mit dem Bürgermeister ging es anschließend um kommunale Demokratie, internationale Partnerschaften und die Bedeutung von Jugendbegegnungen für ein friedliches Miteinander.
Untergebracht waren die türkischen Gäste in der Jugendherberge Bilstein. Auch dies war für viele ein besonderes Erlebnis, da Jugendherbergen und Burgen dieser Art in der Türkei nicht verbreitet sind.
Beim Abschiedsgrillen an der Burg Bilstein waren sich alle Beteiligten einig, dass die Begegnung den Schulalltag bereichert und den Jugendlichen wertvolle persönliche Erfahrungen ermöglicht hat. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Wiedersehen in Çaycuma am Ende des Jahres.
Unterstützt wird der Austausch durch die Deutsch-Türkische Jugendbrücke. Sie hat für ihr schulisches Austauschprogramm das Erasmus+ Qualitätssiegel erhalten und trägt zur positiven Gestaltung der deutsch-türkischen Beziehungen bei.
Unterstützt wird dieser Austausch durch die deutsch-türkische Jugendbrücke, die für ihr schulisches Austauschprogramm das Erasmus+ Qualitätssiegel erhalten hat und zur positiven Gestaltung der deutsch-türkischen Beziehung beiträgt.