Am 02.03.2026 fand an unserer Schule erstmals ein Projekttag zum Thema „Suizid und Möglichkeiten der Prävention“ für die gesamte Jahrgangsstufe 9 statt. Vorausgegangen war eine intensive Auseinandersetzung der Philosophie- und Religionskurse mit dem Themenfeld „Sterben, Tod und Trauer“. Im Rahmen dieser Unterrichtsreihe traten die Schülerinnen und Schüler in Austausch mit Bestattern, mit dem örtlichen Hospiz sowie mit Fachkräften aus der palliativen Betreuung. Einen persönlichen Eindruck dieser Begegnungen vermittelt der kürzlich veröffentlichte Erfahrungsbericht von Lena und Lotta aus der 9c.
Der Projekttag setzte bewusst einen Schwerpunkt auf das oft tabuisierte Thema Suizid – ein Thema, das viele Jugendliche betrifft und gleichzeitig häufig sprachlos macht. Dabei ist es wichtig, offen darüber ins Gespräch zu kommen, denn Suizid zählt zu der zweithäufigsten Todesursache unter Jugendlichen in Deutschland.
Geplant und durchgeführt wurde der Tag von den Lehrkräften Anne Brüser, Maximilian Schmieding und Sabine Tröster gemeinsam mit Richard Bloem, der zuvor an einer Multiplikatorenschulung des Projekts „Endlich. Umgang mit Sterben, Tod und Trauer“ teilgenommen hatte.
Im ersten Teil setzten sich die Schülerinnen und Schüler zu Beginn mit verbreiteten Annahmen und Fehlvorstellungen rund um das Thema Suizid auseinander. Darauf aufbauend beschäftigten sie sich mit Erfahrungsberichten Jugendlicher, um einen authentischen Einblick in persönliche Perspektiven und Belastungssituationen zu erhalten.
Im weiteren Verlauf stand die Frage im Mittelpunkt, wie man reagieren kann, wenn eine Freundin oder ein Freund betroffen ist und wo man selbst Unterstützung finden kann. Dabei wurden konkrete Hilfsangebote vorgestellt und Anlaufstellen benannt, die Jugendlichen in schwierigen Phasen zur Seite stehen.
Der Schwerpunkt des zweiten Teils lag dann auf der Präventionsarbeit. Hier richteten die Schülerinnen und Schüler den Blick auf die eigenen Ressourcen:
Was gibt mir Kraft?
Was ist mir im Leben wichtig?
Welche Menschen, Aktivitäten oder Werte tragen mich durch herausfordernde Zeiten?
Der Projekttag zeigte deutlich, wie bedeutsam es ist, sich frühzeitig, offen und sensibel mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es erscheint immer so weit weg und betrifft dennoch viele ganz nah.