Teilnahme am ersten Philosophischen Schreibwettbewerb der Bezirksregierung Arnsberg
Im Schuljahr 2024/2025 nahm unsere Schule mit großem Engagement am ersten Philosophischen Schreibwettbewerb teil, der von der Bezirksregierung Arnsberg für Schülerinnen und Schüler des Faches Praktische Philosophie in der Sekundarstufe I ausgeschrieben wurde.
Ziel des Wettbewerbs ist es, Jugendliche dazu zu ermutigen, sich schriftlich mit philosophischen Fragestellungen auseinanderzusetzen, eigene Gedanken zu entwickeln und diese in klarer, reflektierter Sprache auszudrücken. Die Förderung der Schriftlichkeit, die Schulung des argumentativen Denkens sowie die Motivation zum kreativen und essayistischen Schreiben stehen dabei im Mittelpunkt.
An unserer Schule haben sich knapp 20 Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen 5 bis 10 an dem Wettbewerb beteiligt. Im Rahmen des Philosophieunterrichts wurden die Beiträge im Unterricht vorbereitet und erstellt – eng begleitet und unterstützt von den Fachlehrkräften.
Die thematische Auseinandersetzung war altersdifferenziert und orientierte sich an den zentralen Fragestellungen des Wettbewerbs:
Die Klassen 5 und 6 beschäftigten sich mit der Frage: „Kann eine Handlung richtig und falsch gleichzeitig sein?“
Die Jahrgänge 7 und 8 gingen der Frage nach, ob Selbstbeherrschung ein erstrebenswertes Ziel ist.
Die Klassen 9 und 10 philosophierten über das Zitat von Jean-Paul Sartre: „Vielleicht gibt es schönere Zeiten, aber diese ist unsere.“
Besonders spannend war die Vielfalt der erlaubten Schreibformate: Die Schülerinnen konnten wählen, ob sie ihre Gedanken als Essay, Interview, inneren Monolog, Brief, Rede, Pro- und Contra-Diskussion oder klassische Argumentation zu Papier bringen wollten. Diese Freiheit eröffnete ihnen die Möglichkeit, sich kreativ und individuell mit den philosophischen Themen auseinanderzusetzen.
Jede Kurslehrkraft durfte bis zu drei herausragende Texte pro Kurs auswählen und zur Bewertung einreichen. Die Auswahl der besten Beiträge erfolgte bis zum Schuljahresende durch ein regionales Jurorenteam. Als Anerkennung für das Engagement erhielten alle Teilnehmenden offizielle Teilnahmeurkunden.
Wir sind stolz auf unsere jungen Denkerinnen. Der Wettbewerb hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll es ist, jungen Menschen Raum zu geben, über große Fragen nachzudenken – und wie beeindruckend ihre Antworten ausfallen können, wenn man ihnen dafür das passende Format bietet.