Kulturaustausch in Montpellier

Fünf Tage voller Begegnungen, Kreativität und unvergesslicher Erfahrungen

Zehn Schülerinnen unserer Schule haben Anfang April an einem besonderen Austausch mit der Cité Françoise Combes – Lycée und Collège in Montpellier teilgenommen. Es handelte sich um eine Fahrt im Rahmen des EU-Förderprogramms Erasmus+. Mitten im Herzen der südfranzösischen Stadt verbrachten sie fünf intensive und eindrucksvolle Tage, die nicht nur sprachlich, sondern vor allem kulturell bereichernd waren.

Ein lebendiger Start im Herzen von Montpellier

Kaum angekommen, machten sich die Schülerinnen zu Fuß auf den Weg in die Altstadt, deren Gassen, Plätze und Cafés nur wenige Minuten von der Unterkunft entfernt lagen. Der erste Abend stand ganz im Zeichen des Entdeckens – und bot die perfekte Gelegenheit, sich auf die kommenden spannenden Tage einzustimmen.

Unterricht, Theater und direkte Begegnungen

Am folgenden Tag durften die Schülerinnen den französischen Unterricht hautnah miterleben und wurden direkt mit einbezogen. Der erste gemeinsame Workshop ließ auch nicht lange auf sich warten: ein deutsch-französisches Theateratelier, bei dem sich beide Gruppen kreativ begegneten und miteinander arbeiteten.

Im Anschluss besuchten sie gemeinsam ein Theaterstück – komplett auf Französisch – und nahmen am Abend selbst aktiv am Theaterunterricht teil. Die ersten kreativen Brücken zwischen den Partnergruppen waren damit gelegt.

Ausflug nach Sète – Theaterhaus, Stadt und Street Art

Der Mittwoch führte die Gruppe nach Sète, eine malerische Hafenstadt mit mediterranem Flair. Dort erhielten die Schülerinnen eine spannende Führung durch das Theaterhaus Molière, das für seine künstlerische Vielfalt und seine wichtige Rolle in der Kulturszene der Region bekannt ist.

Im Anschluss erkundeten sie Sètes Straßen auf der Suche nach Street Art – und wurden an vielen Ecken fündig: Kunst im öffentlichen Raum, die die Stadt lebendig macht.    

Musée Fabre – Kunst erleben und szenisch interpretieren

Am Donnerstag stand ein weiterer kultureller Höhepunkt an: der Besuch des renommierten Musée Fabre. Das Museum zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen Südfrankreichs und bietet Werke vom 17. Jahrhundert bis zur Moderne. Gemeinsam mit ihren französischen Austauschpartnerinnen bereiteten die Schülerinnen den Besuch vor und nach – und setzten einzelne Kunstwerke anschließend szenisch um. So wurde aus dem Museumsbesuch eine aktive, kreative Auseinandersetzung mit Kunst.    

Der große Abschluss – eine eigene Theaterproduktion

Am Freitag war es dann soweit: Die Schülerinnen präsentierten ihre eigene Stückproduktion „Au royaume des princesses“, an der sie während des Austauschs intensiv gearbeitet hatten. Zudem stellten sie mit ihren Austauschpartner*innen Szenen vor, die am Vortag im Musée Fabre entwickelt worden waren.

Der weitere Austausch erfolgte in Form kurzer Improvisationsszenen – über Essen, Schule, Traditionen und Feste. Spielerisch, offen und mit viel Freude am Miteinander.   

Ein Austausch, der nachwirkt

Die fünf Tage in Montpellier waren weit mehr als eine Klassenfahrt:
Sie waren ein intensiver kultureller Dialog, ein künstlerisches Experimentierfeld und eine Erfahrung echter Zusammenarbeit. Unsere Schülerinnen haben nicht nur ihre Sprachkenntnisse erweitert, sondern auch neue Perspektiven gewonnen und kreative Verbindungen geknüpft.

Und das Schönste: Die französische Gruppe wird uns nach den Osterferien besuchen – und die gemeinsame Geschichte wird weitergeschrieben.

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Die Bilder sind Eigentum von Lena Albach