Beim Weihnachtskonzert am „GymSL“ überzeugten weit über 100 Schüler/innen mit ihrem musikalischen Können
Aufgeregtes Treiben, letzte Vorbesprechungen, gespannte Kinderblicke ins Publikum, wo die Liebsten schon auf die Darbietungen warteten: Die besondere Atmosphäre vor dem Weihnachtskonzert am „GymSL“ war an allen Ecken und Enden zu spüren. Das weihnachtlich geschmückte Forum des Gymnasiums der Stadt Lennestadt war am Donnerstag, dem 18. Dezember, bis auf den letzten Platz gefüllt, die Bühne noch fast leer – und doch schien der Raum bereits zu klingen.
Mit warmen Choralklängen eröffnete der Bläserkreis das Konzert und zog das Publikum behutsam in die weihnachtliche Stimmung hinein. Dann gehörte die Bühne der Musiktheaterklasse, die mit „Kling, Glöckchen“ Erinnerungen weckte, und spätestens bei den kraftvollen Harmonien von „Angels, From the Realms of Glory“ wurde klar: Hier standen keine Einzelnen, sondern ein Chor, der gemeinsam atmete. Nach einem Solobeitrag, in welchem Klara Seidenstücker aus der Q1 gesanglich überzeugen konnte, schuf der Chor mit „Endlich sehe ich das Licht“ aus Rapunzel den ersten emotionalen Höhepunkt des Konzertes.
Zwischen den musikalischen Stationen führten Patricia Herzig-Correia (Q1) und Niklas Tilkes (EF) durch den Abend – mit spürbarer Freude, einem sicheren Gespür für Timing und einer Portion Witz, die das Publikum immer wieder zum Schmunzeln brachte.
Besonders lebendig wurde es, als die jüngeren Jahrgänge die Bühne eroberten. Die Musikkurse der Klassen 5 und 6 erzählten mit Musik kleine Geschichten: vom augenzwinkernden musikalischen Mini-Theaterstück namens „Weihnachten: ein Wintermärchen?“ bis hin zum mittelalterlichen Tanz „Shiarazula Marazula“, der sich langsam steigerte und dazu einlud, mitzuwippen. Die Chorklassen 5 und 6 zeigten sich vielseitig: sie ließen Kerzen brennen („Dicke rote Kerzen“), Trommeln schlagen („Der kleine Trommeljunge“) und das Publikum nachdenklich innehalten, wie bei John Rutters „Look At The World“ oder „A World Of Peace and Harmony“. Energisch wurde es dagegen bei Tim Bendzkos „Hoch“ unter Begleitung der Schulband. Und auch eine Portion Witz durfte bei den vielseitigen Beiträgen nicht fehlen, so beispielsweise bei dem im Kanon vorgetragenen Lied „Zwei kleine Wölfe“ kurz vor der Pause.
Nach der Pause öffnete das Schulorchester ein neues Kapitel. Das zarte „Feather Theme“ aus Forrest Gump ließ den Raum still werden, bevor „Christmas in Rio“ sommerliche, aber dennoch weihnachtliche Farben ins winterliche Lennestadt brachte. Die Solistinnen – Leni Schröder (EF) mit ihrem lockeren, jazzigen Saxophon-Solo und Yeva Hovsepyan (Q1) mit ihrem emotionalen Gesang beim darauffolgenden Stück „Once Upon A December“ – setzten dabei glänzende Akzente. Spätestens beim mitreißenden Grease-Medley klatschte der Saal begeistert im Takt.
Den Schlusspunkt setzte die Schulband mit zwei Songs, die den Abend ausklingen ließen – nicht leise, sondern voller Schwung. Zunächst wurde es bei „Use Somebody“ nochmal rockig, anschließend brachte Kelly Clarksons „Underneath The Tree“ auch poppigen Weihnachtszauber in den Saal. Als der letzte Applaus verklang, blieb das Gefühl, Teil eines Abends gewesen zu sein, der mehr war als ein Konzert: eine gemeinsame Einstimmung auf die nahenden Weihnachtstage und ein gemeinsamer Beginn der wohlverdienten Ferien, in die die Lernenden sich schon am nächsten Tag verabschieden durften.