Besuch des NS-Dokumentationszentrums und des Kölner Doms

Schülerinnen und Schüler der beiden Geschichtskurse des Bündelungsjahrgangs besuchten mit ihren Lehrkräften am vergangenen Mittwoch das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, das ehemalige Gestapo-Gefängnis der Stadt und des Umkreises. Im sogenannten EL-DE-Haus, das nach den Initialen seines Erbauers Leopold Dahmen benannt ist, erfuhren die SuS viel über die Schicksale der dort von der Gestapo (Geheime Staatspolizei) Inhaftierten der Jahre 1935-1945. Besonders in Erinnerung blieben die unzähligen Wandinschriften, die ein Zeugnis des Leids, der Verzweiflung, aber auch der Hoffnung darstellen. Die Nähe des Innenhofs, in dem regelmäßig Erschießungen stattfanden, zu umliegenden Wohnhäusern machte auf erschreckende Weise deutlich, wie viel die Umgebung von den dortigen Vorgängen und Verbrechen mitbekommen haben musste. Während der Führung war auch die fehlende Aufarbeitung der NS-Verbrechen nach dem Krieg Thema. So wurde das EL-DE-Haus erst in den 1980er Jahren eine Gedenkstätte. Durch die vielen biografischen Bezüge während der Führung wurde dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte greifbar und ergänzte als außerschulischer Lernort das Schwerpunktthema „Die Nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland und Europa“ des Kernlehrplans NRW.
Nach einer Mittagspause bestiegen die beiden Kurse einen Turm des Kölner Doms und besuchten anschließend auch den Innenraum.

Die Bilder sind Eigentum von Daniel Kalbfleisch