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Wie belastet ist unsere Lenne?

Bio LK untersucht Wasserqualität

„Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss…“. Diesem Auszug aus der europäischen Wasserrahmerichtlinie entsprechend ist auch dieses Jahr der Biologie-Leistungskurs der Jahrgangstufe 11 des GymSL eigenhändig der Qualität unserer Lenne wortwörtlich auf den Grund gegangen. Dazu sind die 17 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrem Fachlehrer für Biologie Sebastian Heim nach Saalhausen gefahren, um den Abschnitt des Flussnetzwerks Bigge-Lenne, der am Kurpark liegt, auf seine strukturellen, chemischen und biologischen Eigenschaften zu prüfen. Ein großer Teil der Gerätschaften dafür wurde dem Gymnasium freundlicherweise von der Fischereigenossenschaft zur Verfügung gestellt.

Die Schüler berechneten anhand von im Wasser gefundenen Tierarten den Saprobienindex, mit dem sich anhand von sogenannten „Zeigerorganismen“ die biologische Belastung nachweisen lässt. Auffällig war ein häufigeres Auftreten von roten Zuckmückenlarven, die auf eine Belastung hinweisen. Außerdem wurden u.a. noch Arten, wie die Flussnapfschnecke und Maskenköcherfliegenlarven häufig entdeckt. Auf eine chemisch gute Qualität wies ein noch relativ geringer Nährstoff- und Mineraliengehalt hin, jedoch wiesen die Schüler auch geringe Mengen von Nitrit nach, was für die Fische in der Lenne hochgiftig ist. Begradigungen, Uferbefestigungen und künstliche Vertiefungen durch den Menschen haben meist einen negativen Einfluss auf die strukturelle Güte eines Fließgewässers. Auch die Strömungsverhältnisse und das Gewässerprofil des Flusses wurden analysiert und skizziert. Zwar ist unsere Lenne teilweise noch naturnah (Flussboden aus Kies und Schlamm, Bewuchs am Ufer, geschwungene Form), allerdings ist sie abschnittsweise auch verbaut, was nicht förderlich für die Lebensgemeinschaft ist, da natürlicher Lebensraum für Organismen genommen wird. Die Ergebnisse wurden mit denen der letzten Jahren verglichen, wobei herauskam, dass sich die Gewässergüte zwar leicht verschlechtert hat, jedoch insgesamt immer noch gut ist. 

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