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25 Jahre Avicres

Ein Brief vom Vorstand

Freundinnen und Freunde, liebe Förderer der Avicres,

die brasilianische Avicres konnte 2016 ihren 25. Geburtstag feiern!
Wir in Deutschland werden die „25" im gerade angebrochenen Jahr 2017 erreichen. Dies ist ein langer Weg, den wir bereits zusammen gegangen sind. Nicht selten war dieser Weg übersät mit Schlaglöchern und scheinbar unüberwindbaren Hindernissen. „Nossa Caminhada" (unser Weg/unsere Wanderung) steht auf dem Plakat, das die Kinder im Sitio Pequeno Lavrador in Campo Alegre zum Jubiläum selbst gestaltet haben.
 
 Wir sind der Einladung des brasilianischen Vorstandes gefolgt und durften zusammen mit vielen Brasilianern (Eltern, Angehörigen, Nachbarn) an einer aufregenden, bewegenden und spirituellen Festwoche teilnehmen. Ein sehr lebendiger, berührender und inspirierender Gottesdienst mit dem Bischof Dom Luciano von Nova Iguacu, mit Tanz, Theater, Musik und Gesang der Kinder und Jugendlichen, Begegnungen mit dem Ureinwohnerstamm der Guarani und Präsentati mehreren Tagen in den einzelnen Einrichtungen ließen uns einen ganz besonderen Einblick in die Geschichte sowie die aktuelle Situation der brasilianischen Avicres gewähren.

Das Jahr, auf das wir zurückblicken, ist sehr bezeichnend für die enorme Zwiespältigkeit Brasiliens. „Wer gewinnt, wer verliert?", ist nur einer der vielen Titel und Fragen, die uns auf politischer sowie gesellschaftlicher Ebene begleitet haben und begleiten, besonders nach dem letzten Großereignis „Olympia". Folgen wir der „Grünen Linie", die auf die Hauptstraßen gemalt wurde, damit die Sportler und Besucher gut und ohne Umwege vom Flughafen zu den einzelnen Sportstätten fahren können, ist Rio sauber, schön, ja fast friedlich. Ein Trugbild, denn Korruption und unglaubliche Gewalt begleiten das Land und die Menschen immer noch alltäglich.

Umso wichtiger und bedeutender wird die Arbeit der Avicres. Die drei Schwestern des Serviam-Ordens haben sich mit großem Einsatz erfolgreich etablieren können. Sie begleiten und unterstützen Familien innerhalb, aber auch außerhalb der Avicres. Sie gehen in die Familien, arbeiten mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und bieten verschiedenste Informationsveranstaltungen und Kurse in den Projekten an (z.B. Themen wie häusliche Gewalt, Frieden, Bildung). Für die Kinder und Jugendlichen ist die Avicres ein Teil ihrer Familie, manchmal sogar die einzige Familie oder, wie Johannes Niggemeier im Interview mit der Tageszeitung O Globo sagt, „ihr zweites Zuhause" (Interview vom 28.08.2016 „Dois sucos e a conta com Joäo Niggemeier"). Die Übersetzung des Interviews ist auf unserer neu gestalteten Homepage www.avicres.de zu lesen. An dieser Stelle möchte ich auch die neue Homepage der brasilianischen Avicres vorstellen: www.ongavicres.com.br. Hier bekommt ihr/ bekommen Sie viele Eindrücke und Einblicke in die Arbeit der Projekte; Interviews mit den Kindern, Jugendlichen, Familien und den Mitarbeitern der Avicres - geführt und gefilmt von der Filmemacherin Roberta Arantes - zeigen, wie (lebens-)wichtig die Arbeit von und für die Menschen vor Ort ist.

Im Namen der Avicres bedanke ich mich für die zahlreichen Aktionen, die Sie/ihr jedes Jahr mit viel Engagement, Kraft und Kreativität organisiert und gestaltet. Durch Ihre/Eure finanzielle Unterstützung konnten auch im letzten Jahr viele Kinder, Jugendliche und Familien Förderung und Perspektiven erhalten.

Zusammen mit allen Mitarbeitern aus Brasilien und Deutschland wünsche ich Ihnen und euch ein gesegnetes neues Jahr.
 
  Svenja Knies
  für den Vorstand der Brasilieninitiative Avicres e.V.
Gymnasium der Stadt Lennestadt · Am Biertappen 45 · 57368 Altenhundem · Tel.: 02723 5339 · sekretariat@gymsl.de