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Edgar Leifheit_Personensuche 2

Mareike Illing_Flächensuche

GymSL Schülerinnen – gesucht und gefunden

Projektkurs - Tierische Therapeuten

Einen erlebnisreichen Nachmittag verbrachten die Oberstufenschülerinnen des Projektkurses „Tierische Therapeuten“ auf dem alten Bundeswehr-Kasernengelände in Oedingen. „Gesucht-gefunden“ hatte dabei nichts mit einer Partnerbörse zu tun. Vielmehr durften die Schülerinnen mit den Hunden der Rettungshundestaffel Südwestfalen „Verstecken spielen“. Was sich hier so salopp nach Spiel und Spaß anhört, ist harte Nasenarbeit für den besten Freund des Menschen. Christine Behninger, die 1. Vorsitzende der Rettungshundestaffel, hatte diesen Besuch möglich gemacht und die Fellnasen stellten eindrucksvoll unter Beweis, zu welchen Leistungen sie in der Lage sind.
Los ging es mit der Personensuche. Mareike Illing, aktives Mitglied der Hundestaffel erläuterte die Vorgehensweise eines Sucheinsatzes. ….“Wir simulieren eine Situation wie sie häufig in Seniorenheimen vorkommt: Eine ältere Person hat unbemerkt ihr Zimmer verlassen und ist nicht aufzufinden. Sollte sie dement, orientierungslos oder einer bestimmten Medikation unterliegen, ist Gefahr in Verzug. Wenn die ersten Suchmaßnahmen nicht erfolgreich waren, informiert die Heimleitung die Polizei. Diese entscheidet, ob eine Suche mit Rettungshunden sinnvoll ist und fordert uns an. Wir arbeiten auf Abruf und sind ehrenamtlich tätig. In diesem Fall fahren wir zum Ort, an dem die Person zuletzt gesehen wurde. Der Hundeführer besorgt sich einen Geruchsträger. Wichtig dabei ist, dass der Hund einen eindeutigen Geruch der vermissten Person angeboten bekommt. In Heimen ist das durch die vielen beteiligten Personen in der Pflege nicht so einfach. Dann nimmt der Hundeführer in der Regel eine Wischprobe der Einlegsohle des Schuhs oder sogar die komplette Sohle, verpackt sie in einem Beutel. An geeigneter Stelle und nach einem bestimmten Ritual lässt er den Hund den Geruch aufnehmen. Dabei reicht es dem Hund völlig, seine Nase in der Nähe des geöffneten Beutels zu haben.“
Um ebendies zu demonstrieren, hatte sich zunächst ein Teammitglied der Rettungsstaffel (Willi Illing) versteckt. Hundeführer Edgar Leifheit ließ seine Hündin Luna am Geruchsträger (hier eine Mütze) schnuppern und schon war die Mischlingsdame voll konzentriert. Mit dem nötigen Abstand folgten die Schülerinnen und ihre Lehrerin Petra Weschollek dem Gespann. Trödeln war nicht angesagt, denn als Luna die Fährte aufgenommen hatte, verfolgte sie zielstrebig und zügig die Spur und fand nach kurzer Zeit die „vermisste“ Person. Belohnt wurde sie mit ihrem Lieblingsspielzeug.
„Personensuchhunde oder auch Mantrailer“, so Mareike Illing weiter „arbeiten angeleint mit ihrem Hundeführer. Flächensuchhunde dagegen durchkämmen freilaufend mit ihrem Führer ein bestimmtes Suchgebiet systematisch. Dabei schafft ein Hund eine Fläche von rund 5 Fußballfeldern innerhalb von 20 Minuten. Da bei der Vermisstensuche der Zeitfaktor enorm wichtig ist, sind hier unsere Rettungshunde eine große Hilfe. Um die gleiche Fläche abzusuchen bräuchte man sehr viele Helfer und mehr Zeit.“
Nach mehreren Einsätzen als Testpersonen im Freigelände durften sich die Schülerinnen das „Trümmerhaus“ ansehen. In den verschiedenen Räumen baut hier die Hundestaffel mit viel Kreativität Übungssituationen auf, um die Hunde für die Suche von verschütteten Personen auszubilden. Da gibt es einen völlig dunklen Raum, einen Raum mit verwinkelten Ecken und Etagen, einen Raum voller Kartons uvm.
Sämtliche Hunde, die zum Einsatz kamen, lösten ihre Aufgaben bravourös und wurden von ihren „Opfern“ mit Leckerli oder Spielzeug belohnt. „Wir haben nicht gewusst, was die Hunde zu leisten vermögen. Man kann die Arbeit der Rettungshundestaffel nicht hoch genug schätzen. Einfach großartig.“ bedankte sich der Projektkurs beim Einsatzteam.
Gymnasium der Stadt Lennestadt · Am Biertappen 45 · 57368 Altenhundem · Tel.: 02723 608900 · sekretariat@gymsl.de